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Neue Sonderausstellung im Regional Museum

"Burg Steinbrück"

Auf dem Bild: Zur Eröffnung traten die mittelalterliche Tanzgruppe des Fördervereins der Burg Steinbrück, und die historische Stadtwache Hildesheim auf.(Gruppenbild vor dem Museum)

Neue Sonderausstellung "Burg Steinbrück"

   

Folter- und Hinrichtungsinstrumente aus dem 16. Jahrhundert stehen im Mittelpunkt der Sonderausstellung im Regionalmuseum Sehnde auf dem Gutshof Rethmar, die bis zum 16. Dezember zu sehen ist.

Gerade hat der Förderverein der Burg Steinbrück bei Söhlde im Kreis Hildesheim im Museum auf dem Gutshof Rethmar eine Sonderausstellung zur Rechtsgeschichte in unseren Gefilden aufgebaut.

Statt drögen Gesetzestexten erwartet die Besucher allerdings Dinge wie ein Schwurschädel, Daumenschrauben oder ein Hinrichtungsschwert. 
In der Schau, die am Sonntag, 16. September eröffnet wurde, kann man sich also Folter- und Hinrichtungsinstrumente näher anschauen.
Der Verein hat die Ausstellung konzipiert. „Originale können wir uns nicht leisten“, sagte Skarupke, stellv. Vorsitzender des Fördervereins der Burg. Aber es seien alles historisch korrekte Repliken.  An der Ausstellung kann man erkennen, wie unterschiedlich die Rechtssprechungen und vor allem deren Konsequenzen für die Verurteilten im 16. Jahrhundert waren. „Daumenschrauben waren ein gängiges Mittel bei Verhören“, erklärte Burgführer Wolfgang Seeling. Einige heutzutage kaum vorstellbare Strafen werden in der Ausstellung ebenfalls dargestellt. Die nach einem Schweinekopf gestaltete Schandmaske etwa bekam jemand aufgesetzt, der Zotiges von sich gegeben hatte. Die Schandflöte klemmte die Finger jener Musiker ein, 
die falsche Töne gespielt hatten. Drastische Bestrafungen waren die Hinrichtungen, deren Methoden man in Rethmar ebenfalls nachvollziehen kann – vom ehrenvollen Enthaupten mit dem Schwert bis hin zum Rädern, bei dem den Delinquenten die Knochen unter dem Rad gebrochen wurden, während sie auf so genannten Krammen lagen. Zu jedem ausgestellten Objekt gibt es erklärende Texte, die aus heutiger Sicht grausame Methoden darstellen.
   

  
Die Ausstellung ist an Sonn.- und Feiertagen von 14:30 Uhr bis 17:30 Uhr zu sehen.
Führungen außerhalb der Öffnungszeiten beim Vors. Erhard Niemann unter Tel.05138-9851 anmelden.

Veranstaltungen

Datum Uhrzeit Bezeichnung
04.03.2018 15:00Uhr Eröffnung „Gestrickt, gehäkelt, gestickt, Hausfrauen und Handarbeiten aus dem letzten Jahrhundert “
02.05.2018 19:00Uhr Stammtisch des Museum im Gutshof
10.06.2018 12:00Uhr Eröffnung „Altes Schützenwesen im Großen Freien“
10.06.2018 12:00-18:00Uhr Erdbeermarkt auf dem Gutshof
01.08.2018 19:00Uhr Stammtisch des Museums im Gutshof
16.09.2018 15:00Uhr Eröffnung „Burg Steinbrück“
07.11.2018 19:00Uhr Stammtisch des Museums im Gutshof